DEMOKRATIE

Forum gegen Fakes: Gemeinsam für eine starke Demokratie

2024

Forum gegen Fakes. Gemeinsam für eine starke Demokratie
Forum gegen Fakes. Gemeinsam für eine starke Demokratie

Das breit angelegte Beteiligungsformat hatte zum Ziel, eine bundesweite Debatte zum Umgang mit Desinformation anzustoßen und dabei den demokratischen Dialog zu stärken.

Digitale Innovationen wie High Speed Internet, Künstliche Intelligenz, Smartphones und Soziale Medien haben Geschwindigkeit, Intensität und Charakter der öffentlichen Kommunikation spürbar verändert. Neben vielen positiven Effekten wird dadurch auch die Verbreitung von Desinformationen einfacher. Neue Technologien und Programme machen es möglich Bilder, Videos oder Gesprochenes zu manipulieren. Als Desinformation werden absichtlich verbreitete falsche Inhalte und irreführende Behauptungen bezeichnet. Diese sind schnell in den Umlauf gebracht und werden oft mit einem Klick ungeprüft geteilt – und damit breit gestreut. Das kann zu Vertrauensverlust und Verunsicherung innerhalb der Gesellschaft führen. Desinformationen stellen daher eine potenzielle Bedrohung für unsere Demokratie dar. Dieser Entwicklung wollte das im Januar 2024 gestartete deutschlandweite Beteiligungsprojekt „Forum gegen Fakes – Gemeinsam für eine starke Demokratie“ entgegenwirken.

Forum gegen Fakes: Auftakt des Bürgerrates. Quelle: Bertelsmann Stiftung

Forum gegen Fakes
Forum gegen Fakes

Wer stand hinter dem „Forum gegen Fakes“ und was sollte konkret mit dem Projekt erreicht werden?

Das Projekt wurde initiiert von der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), der Stiftung Mercator und uns, der Michael Otto Foundation for Sustainability. Darüber hinaus gab es noch einen weiteren Kreis aus Unterstützern, die sich mit ihrer Fachkompetenz und Reichweite in das Projekt eingebracht haben. Dazu gehörten das Nachrichtenportal T-Online, die Initiative #UseTheNews, Deutschland sicher im Netz e.V. und ein Projektbeirat mit weiteren Expert:innen.

Gemeinsam mit einer Vielzahl von Bürger:innen sollte erforscht werden, wie der demokratische Dialog gestärkt, ein besserer Umgang mit Desinformation gefunden und konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik formuliert werden könnten. Neben dem Wissen über Desinformation wollte das Projekt auch die Fähigkeit jeder einzelnen Person stärken, Quellen kritisch zu überprüfen. Dadurch sollten die Kompetenzen zur verantwortungsvollen Mediennutzung unterschiedlicher Medien gesteigert und (damit einhergehende) Verunsicherung abgebaut werden.

Welche Möglichkeiten gab es für Bürger:innen, sich an dem „Forum gegen Fakes“ zu beteiligen?

Ein Umgang mit Desinformation ist keine individuelle, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Um eine breite Beteilung und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, wurden im Projekt „Forum gegen Fakes“ zwei verschiedene Arten der Beteiligung kombiniert. Zum einen ist die gesamte Bevölkerung gefragt: Über eine Online-Beteiligungsplattform konnte sich jede:r Einzelne in verschiedenen Phasen mit Vorschlägen zum Thema einbringen sowie Kommentare und Einschätzungen zum Umgang mit Desinformation abgeben. Zum anderen diskutierte in einem Bürgerrat eine divers zusammengesetzte Gruppe aus 120 Bürger:innen die digital gesammelten Ergebnisse miteinander und bearbeitete die wichtigsten Punkte. Die Teilnehmenden kamen aus allen Bundesländern, aus kleinen Dörfern sowie aus großen Städten und sie spiegelten in Bezug auf Geschlecht, Alter, Bildungsgrad und Migrationshintergrund die Vielfalt der deutschen Gesellschaft wider. Im Prozess beriet sich dieses Gremium außerdem mit themenrelevanten Expert:innen. Die konkreten Handlungsempfehlungen für die Politik wurden in einem sogenannten Bürgergutachten zusammengefasst und im September 2024 an die Bertelsmann Stiftung sowie an das BMI übergeben.

Forum gegen Fakes
Forum gegen Fakes

Weshalb fand das Projekt in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) statt?

Eine wichtige Aufgabe des BMI ist es, die Demokratie zu verteidigen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dazu gehört auch, die Bedrohung durch ausländische Einflussnahme und Manipulation im Informationsraum sowie durch Desinformation ernst zu nehmen und ihr entschlossen entgegenzutreten. Um seiner Aufgabe in der Stärkung der gesamtstaatlichen und gesellschaftlichen Resilienz gerecht zu werden, sensibilisiert das BMI zu Themen wie dem Einfluss der Sozialen Medien auf öffentliche Debatten oder der Rolle von Künstlicher Intelligenz bei der Kommunikation in den digitalen Medien.

Weil gerade Desinformation die gesamte Gesellschaft betrifft, ist ein breiter öffentlicher Diskurs zum Umgang damit wichtig. Dieser Diskurs muss gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Stiftungen getragen werden. Daher unterstützte das BMI das Projekt der Bertelsmann Stiftung und kooperierte mit den weiteren beteiligten Institutionen.

Die Rolle des BMI war dabei vor allem, das Vorhaben in den politischen Raum zu tragen und die Meinungen und Empfehlungen der Bürger:innen für die weitere Arbeit zum Thema Desinformation zu nutzen. Das Engagement des BMI im Projekt stellte daher einen Beitrag zur proaktiven, faktenbasierten und transparenten Kommunikation der Bundesregierung im Umgang mit Desinformation dar.

Quelle: www.forum-gegen-fakes.de, Bertelsmann Stiftung
Fotocredits: Sebastian Pfütze

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